(Zu dem Artikel gibt es ein Update für 2014, die Aussagen hier gelten jedoch weiterhin.)
Städtetouristen kaufen sich gerne Mehrtagestickets für Bus
& Bahn um sich nicht mehrfach an fremden Automaten herumzuquälen, um
komplizierte Tarifzonen zu kümmern, und nicht durch fremde Städte mit dem
Auto navigieren zu müssen.
Leider bietet der VVO, der Verkehrsverbund Oberelbe rund um
Dresden, eine solche Karte nicht an. Es gibt nichts zwischen einer Tageskarte und einer Wochenkarte.
In Dresden hat man den Trend anderer Städte übernommen und
eine Dresden-Card erfunden bei der die Fahrkarte mit gewissen
Rabatten bei touristischen Angeboten kombiniert werden.
Leider fallen die Rabatte sehr dürftig aus. Die staatlichen
Museen sind kostenlos, sofern man mindestens eine 2 Tages Dresden-City-Card kauft. Für einen
Mehrnutzen zahlt man natürlich auch gerne einen Mehrpreis, denkt man sich als
Tourist.
2 Tages-Fahrkarten für Dresden kosten 11€, 1 Eintritt in
ein Museum 10€, das sind 21€. Eine 2-Tages Dresden-Card für 1 Person
kostet 26€. Ein Museumsbesuch reicht noch nicht aus, um den Mehrpreis zu
rechtfertigen. Man muss noch weitere Angebote nutzen. Das ist jedoch gar nicht so einfach.
Außerdem muss man wissen, dass die meisten Kunstsammlungen
mit nur 2 Tickets zu erreichen sind:
- 10€ für Neues Grünen Gewölbe, Rüstkammer, Türkischer Kammer, Kupferstich-Kabinett, Hausmannsturm
- 10€ für Gemäldegalerie Alte Meister,
Mathematisch-Physikalischen Salon und Porzellansammlung
Im Flyer zur Dresden-Card wird das dargestellt als hätte man
freien Eintritt zu 8 Einrichtungen.
Doch man spart nicht 8 mal Eintritt, sondern nur zweimal. Mehr
als 20 € ist je Person nicht einsparbar, egal ob man 2 Tage oder
5-Tages-Karten kauft. Bei 5 Tagen kann man sich mehr Zeit lassen, aber wer
sparsam ist und eine Tageskarte für je 4 Museen hat, der würde sicher auch 4 Museen an einem Tag
besuchen. Aber kennen Sie jemanden der im Urlaub ohne Schlechtwetterperiode in
mehr als 3 Museen in einer Woche geht?
Was kann man sonst
noch so sparen mit der Dresden-Card ?
2€ bei der Stadtrundfahrt, 10% von einem Mittagessen , 1 Euro hier, 1
Euro da,
Es ist ziemlich schwierig an 2 Tagen 6€ einzusparen,
wenn sie nicht ständig mit der 100-seitigen Dresden-Card-Broschüre in der Hand,
sich darauf beschränken in den 2 Tagen ausschließlich in
"teilnehmenden Restaurants" zu speisen.
Das bedeutet aber unter Umständen, sie Essen evtl. Ihr
Schnitzel in einem Restaurant für 12€ mit 10% Rabatt, (=10,80€) Obwohl es
vielleicht im Restaurant nebenan von vornherein nur 9,90€ kostet, ganz ohne
Rabatt und ohne Dresden-Card. Die Ersparnis kann man sich einbilden.
Theaterkarten gibt es mit 10% Rabatt. Doch wie soll man
die kaufen ? Sie müssen beim Kauf der Theaterkarte die Dresden-Card vorlegen,
das heißt Kauftag=Besuchstag, der Rabatt gilt also nur an der Abendkasse für
ein paar Restplätze, für ausverkaufte attraktive Veranstaltungen nutzt die
Karte Niemandem. Eine Theaterkarte kauft man schon mal 3 Monate im Voraus, die
Dresden-Card eher nicht. Falls doch müßte man erst eine Dresden-Card für Tag X kaufen, dann persönlich an der Theaterkasse ein Ticket für Tag X kaufen, mit dem Risiko das gar kein Platz mehr verfügbar ist. Es gibt kein Online-Buchungssystem das die "Vorlage" der Dresden-Card akzeptiert.
Viele Vorteile der Dresden-Card sind sehr saisonal und
können gar nicht ganzjährig in Anspruch genommen werden, trotzdem ist die Karte
das ganze Jahr lang gleich teuer.
Im Vergleich mit
anderen Regionen ist die Dresden-Card sehr teuer und bietet
finanziell sehr geringe Vorteile.
Stand 2013
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Dresden
+ Region
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49,90 €
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71,90 €
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193,70 €
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Dresden-Regio-Card
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München
+ Region
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32,90 €
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53,90 €
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53,90 €
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Hamburg
+ Region
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49,90 €
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79,90 €
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79,90 €
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Berlin+
Potsdam
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24,90 €
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49,80 €
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124,50 €
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Wien
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19,90 €
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39,90 €
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99,50 €
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Notiz am Rande: in Wien kauft man eine Karte, in allen deutschen Städten eine Card.
Die Tourenvorschläge
Der Flyer bietet verschiedene Touren an, die aber sehr
lieblos zusammengestellt sind.2012 waren dort Touren enthalten die überhaupt
nicht realisierbar sind. In etwa so. "Morgens in Dresden etwas besuchen, mit
dem Schiff nach Meißen, Porzellanmanufaktur besichtigen". Allerdings
fahren die Schiffe nur ca. 9:30 und 16:30, in Dresden macht vor 9:00 nichts
auf, was man besuchen könnte, und die Porzellanmanufaktur macht 17:00 zu.
Wahrscheinlich hat die Tour irgendeine Werbeagentur weit außerhalb Dresdens
zusammengestellt. Man hat sich jetzt schon verbessert.
Jetzt gibt es andere „verrückte“ Angebote: Nach dem
Frühstück fahren wir nach Königstein und mieten uns ein Schlauchboot. Wir sind im Urlaub, vor 10
Uhr sind wir nicht in Königstein. Wenn man nicht hetzt und mal eine
Mittagspause macht ist man frühestens 15 Uhr in Pirna. Nicht unbedingt trocken,
vielleicht in Badesachen. Dann sagt der Tourguide „Wir schauen uns die Festung
Königstein an“. Der Rückholservice des Kanuverleihs aus Königstein spart etwas
Zeit, aber vor 16 Uhr ist man nicht oben,
will sich was anschauen, muss sich beeilen damit man bis 17:30 fertig ist, um
18 Uhr die S-Bahn nach Rathen erwischt, mit der Fähre übersetzt, sich um 19 Uhr
noch schnell eine Bratwurst reinziehen kann um um 20 Uhr auf der Felsenbühne zu
sein, um dort zu hoffen noch eine Restkarte zu bekommen, weil es den Rabatt ja
nur dann gibt, wenn man die Dresden-Card vorlegt. Nein, das Problem ist
ehrlicherweise ein anderes: Außer Freitags und Samstags und auch nur von Juli
bis August gibt es fast gar keine
Abendvorstellung weil über 50%
aller Vorstellungen für Kinder sind, und eher am Nachmittag stattfinden.
Also wer möchte nach 5 Stunden Paddeln ohne zu Duschen noch
auf eine Festung und ins Theater ? „Faszination Sächsische Schweiz“ nennt
sich diese Tour. Das Problem ist nur das die Sächsische Schweiz keinen Eintritt
kostet. Vor dem Besuch der Felsenbühne steigt ein normaler Besucher eventuell vollkommen kostenlos auf die Bastei.Die Tourenplaner müssen aber möglichst viele teure Attraktionen in den
Plan einbauen um möglichst viel Rabatt suggerieren zu können. Wandern kostet
nichts.
Wer Spass hat an wilden Schnitzeljagden im Zickzack durch
Dresden und Vororte sollte sich mal die Tourenvorschläge der Dresden-Card
anschauen. Nach dem Karl-May-Museum Radebeul empfehle ich zum Abendessen einen
Radebeuler Winzer oder Sushi&Wein direkt neben dem Museum. Die Dresden-Card
empfiehlt ein Essen am Dresdner Hauptbahnhof im Shopping District. Reizend.
Nach dem Schloss Pillnitz soll man wahlweise im Großen
Garten Essen gehen (13 km), oder im Lingnerschloss, "nur" 10km entfernt, aber mit 2mal
Umsteigen über Bühlau Fahrzeit 1 Stunde 5min; Als wenn es in Pillnitz oder
Loschwitz nichts zu essen gäbe - es gibt
nur keine Dresden-Card Teilnehmer. Ich empfehle die Elbterrasse Wachwitz, die
standen gerade (Juni 2013) im Wasser und jeder Umsatz hilft bei der Schadensbeseitigung
(sobald sie wieder geöffnet ist).
Einen Anteil bekommt der Verkäufer, die Aufteilung in Fahrtkostenanteil und Anteil für die Kunstsammlungen muss er selbst machen, denn dem Fahrkostenanteil unterliegt keine Mehrwertsteuer, dem Museumsanteil 19%. Eine sehr aufwendige Bürokratie.
Jede Dresden-Card hat eine eigene Seriennummer, die Nummer muss der
Verkäufer der Dresden-Marketing GmbH melden, und zwar nicht nur die verkauften,
sondern auch die unverkauften. Dafür gibt es keine Software, oder eine
Web-Site, man muss Zettel per Hand ausfüllen und per Brief verschicken. Mittelalterliche Methoden und ein unheimlicher
personeller Aufwand auf beiden Seiten, wie ihn sich nur eine öffentlich-rechtliche Bürokratie ausdenken kann.
Die Stadtmarketing GmbH hat anscheinend bei der Aufteilung der Gelder schlecht verhandelt. Der Verkehrsverbund bekommt annähernd den vollen Preis Ihrer gewöhnlichen Einzelfahrkarten zugesprochen. 3 Tage Regio-Card = 3 Tageskarten für den Verbundraum zum Einzelpreis + Zusatzleistungen. Man könnte durchaus argumentieren: Die Gäste bekommen zwar eine 3-Tageskarte für den Verbundraum, aber Sie werden Sie nicht jeden Tag ausnutzen. Eine Mischkalkulation von etwa 2 Tageskarten für Dresden und 1 Tag für den Verbundraum wäre sicherlich gerechtfertigt.
Den "Zusatzbetrag" der nicht für Marketing, Provisionen und Verwaltung draufgeht, bekommen formell die Staatlichen Kunstsammlungen, die freuen sich das 10 Gäste so eine Dresden-Card kaufen, aber dann davon nur 2 Gäste ein Museum besuchen. Eine Statistik wie viele Besucher mit einer Dresden-Card ins Museum gehen gibt es nicht. Der Besucher geht nicht zur Kasse sondern zeigt seine Karte direkt am Einlass vor und dafür gibt es keinerlei elektronische Erfassung.
Die teilnehmenden Restaurants und Freizeiteinrichtungen, die nur 10% Rabatt anbieten bekommen wahrscheinlich nichts von den Einnahmen sondern müssen sich mit der Freude über die Werbung in den Broschüren begnügen. 10% Rabatt für kostenloses Marketing ist ein üblicher Betrag.
Wo kann man die Dresden-Card kaufen ?
Die Innenstadt wird zugepflastert mit Plakaten "Es gibt die Dresden-Card", "Kauf die Dresden-Card", Tonnen von
Flyern und Broschüren werden gedruckt, das Marketing ist so enorm, aber es ist relativ schwierig an die Karte heranzukommen.
Wenn man schon in Dresden ist dann bleibt einem nur ein Weg zur Tourist-Info.
Eine normale Fahrkarte für die Verkehrsbetriebe kauft man entweder am Automaten oder seit ein paar Jahren auch als Handyticket per Smartphone-App oder per SMS.
Beide Wege existieren für die Dresden-Card nicht.
Es gibt sie nicht einfach am
Fahrkartenautomaten. Man muss erst mit dem Auto oder mit einer normalen Strassenbahn-Einzelfahrt zur Tourist-Info , um an die Karte zu kommen. Oder man bestellt
sie Tage vorher im Internet und läßt es sich zuschicken. Nicht etwa per QR-Code
wie bei Handyticket mit Smartphone-App. Nein, wirklich im Briefumschlag, mit
Post und Porto. Selbst Semperopernkarten gibt es schon mit Print@Home.
Im Idealfall kann der Tourist seine Karten in seiner Unterkunft kaufen.
Das Hotel bekommt eine Verkaufsprovision, und ist deshalb jedoch kein unabhängiger Berater mehr, sondern hat ein Eigeninteresse möglichst viele Dresden-Cards zu verkaufen.
Der ehrliche Rat für wen es sich lohnt - und für wen nicht - bleibt sicherlich oft aus.
Falls jemand eine Unterkunft in Meißen oder Bad-Schandau hat und von dort aus täglich nach Dresden pendelt, also jeden Tag wirklich alle Vorzüge der Regio-Card ausnutzen kann, für den lohnt sich die Dresden-Card wahrscheinlich eher. Aber wird Sie in Meißen oder Band Schandau am Bahnhof verkauft ? Und warum sollte jemand dort übernachten, wenn er täglich nach Dresden fahren will ? Dresden hat eine riesige Kapazität an Hotelbetten und ein relativ niedriges Preisniveau, so daß niemand ins Umland gedrängt wird.
Was bekommt man mit der Dresden-Card nicht ?
Dresden hat viele interessante Angebote, die gar nichts kosten.
- Besichtigung der Frauenkirche
- Radeln auf dem Elbradweg,
- Spaziergang im Großen Garten oder an den Elbwiesen
- Stadtrundgang ohne Führer.
- Shopping auf mehr als 200.000m² in der Innenstadt.
- Striezelmarkt, Frühlingsmarkt, Herbstmarkt, Stadtfest
Was nichts kostet, kann nicht rabattiert werden.
Die Top-Attraktionen
- Historisches Grünes Gewölbe für 12€ + 2€ Vorverkaufsgebühr
- Aufstieg auf den Turm der Frauenkirche für 8€
- Semperoper-Eintrittskarten
alles was sich quasi "von selbst" verkauft, wird gar nicht erst rabattiert.
Sich für eine rabattierte Dresden-Card Attraktion zu entscheiden, bedeutet immer
- eine kostenlose Attraktion nicht zu besichtigen,
- oder vielleicht eine viel bessere, aber nicht rabattierte Attraktion, auszulassen.
Man kann seine Urlaubszeit nur einmal verwenden.
Was für einen
Aufpreis zu normalen Fahrkarten zahlt man ?
Was unternimmt ein 3 Tage Dresden-Tourist typischerweise ?
2 Tage Dresden anschauen, und 1 Tag ins Umland, Meißen,
Moritzburg oder die Sächsische Schweiz.
Die 3 Tages Dresden-Card gilt automatisch für die gesamte Region, auch wenn man Dresden überhaupt nicht verlassen möchte, sie animiert also dazu das Umland zu erkunden. Geben wir der Dresden-Card mal einen Vorteil
und sagen, der Tourist, eher ein Ehepaar, möchte wirklich nur 1,5 Tag Dresden anschauen, geht einen
Nachmittag ins nahe Umland, und noch einen Tag ins Fernere Umland.
Was kostet das im Verkehrsverbund Oberelbe ?
·
1 Tag nur Dresden Familientageskarte: 8€
·
1 Tag 2-Zonen (Radebeul oder Pirna) Familientageskarte: 13 €
·
1 Tag Verbundraum Tageskarte: 17,50 €.
Summe für Transport: 38,50€
(für 2 Personen für 3 Tage)
Die 3 Tage Dresden Regio Family Card: 71,90 €
Ein Aufpreis von 33,40€;
nahezu der doppelte Preis.
Nehmen wir mal an, in den 3 Tagen wird 3 mal Essen gegangen,
je 40 € = 120 €, 10% Rabatt werde fast überall ausgelobt, wenn man sich wirklich
Mühe gibt und ausschliesslich bei "teilnehmenden" Restaurants speist. Also 12€ Rabatt.
Noch irgendeine weiter Attraktion, Stadtrundfahrt oder
ähnlices 2 € je Person, = 4 € gespart.
Wir sind jetzt bei 16 € "Rabatt" bei 33,40 €
"Mehrpreis".
Es ist fast unmöglich diesen Mehrpreis irgendwie wieder
"herauszuholen", ohne ein Museum der Kunstsammlungen (außer dem
historischen Grünen Gewölbe) zu besuchen. Da sparen Sie einmalig 20€ für 2
Personen.
Wir wären dann bei 36 € Rabatt zu 33,40€ Mehrpreis.
Wir haben 2,60€ "gespart" bei einem Ticketpreis
von 71,90. Das sind 3,6% Ersparnis
!!
Zusammengefasst: Mit 3*Restaurant, 1 Weitere Attraktion + 1
Kunstsammlung und 1,5 Tage Aufenthalt außerhalb von Dresden mit öffentlichem
Nahverkehr Sparen Sie 3,6%. Lassen Sie nur eines davon weg und sie machen
„Verlust“. Einen echten Vorteil haben Sie erst wenn Sie noch mehr als das oben
genannte bei den Dresden-Card-Partnern unternehmen.
Fazit: Wer außer
ins historische Grüne Gewölbe nicht noch in weitere Kunstsammlungen in Dresden
geht für den ist die Dresden-Card zwangsläufig ein Minus-Geschäft und keine
gute Investition.
Man sollte die Dresden-Card in Dresden-Museums-Card
umbenennen, aber da man dann enttäuscht wird im Hygienemuseum, im
Verkehrsmuseum oder im Militärhistorischem Museum, keinen freien Eintritt
sondern nur 1-2€ Rabatt zu bekommen, ist selbst das noch geschönt: Dresdner-Kunstschätze-Card wäre mein Vorschlag für eine zutreffende Bezeichnung. Kunstschätze Liebhaber sollen Sie kaufen, andere Dresden-Besucher nicht.
Die Dresden-Card erfüllt Ihren Zweck. Sie dient dazu, dass
die Touristen mehr Geld in Dresden lassen, als sie es ohne Dresden-Card tun
würden. Man darf zweifeln, ob es zum
Vorteil der Touristen ist oder gar die Attraktivität Dresdens erhöht.